Kalam-Kosmologisches Argument einfach erklärt: Hat das Universum eine Ursache?

David Krohn

veröffentlicht am 21.07.2026

Das Kalam-Kosmologische Argument gehört zu den bekanntesten philosophischen Gottesargumenten. Es fragt nicht zuerst, ob der christliche Gott existiert, sondern ob das Universum überhaupt ohne Ursache gedacht werden kann. Wer verstehen will, warum Christen, Philosophen und Apologeten über Anfang, Kausalität, Urknall, Zeit und Schöpfung sprechen, findet im Kalam-Argument einen der klarsten Einstiegspunkte. Es berührt damit zentrale Begriffe wie kosmologisches Argument, Kausalprinzip, Ursache des Universums, Urknall und Ex nihilo nihil fit – also die Frage, ob aus dem buchstäblichen Nichts wirklich etwas entstehen kann.

Kurzfassung:

Das Kalam-Kosmologische Argument besagt: Alles, was beginnt zu existieren, hat eine Ursache. Das Universum begann zu existieren. Also hat das Universum eine Ursache. Die entscheidende Frage lautet anschließend, welche Eigenschaften diese Ursache haben muss.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Kalam-Kosmologische Argument?

Der Akteur hinter dem Kosmos – Das Kalam-Kosmologische Argument

Kein explizit christliches Argument, beschäftigt sich das Kalam-Kosmologische Argument mit der philosophischen Seite des klassischen kosmologischen Arguments. Der Name Kalam ist ein Lehnwort aus dem arabischen „kalām“, was wörtlich „Diskurs“, „Rede“ oder „Wort“ bedeutet und innerhalb des Kontextes dieses Arguments im Sinne von spekulativer Theologie zu verstehen ist.

Der moderne Multiplikator dieses Argumentes – Dr. William Lane Craig – verwendet den arabischen Begriff als eine Hommage an den islamischen Theologen al-Ghazālī, welcher dieses Argument bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts in seinen Grundzügen formulierte.

Die zwei Prämissen des Kalam-Arguments

Das Kalam-Kosmologische Argument ist ein vielschichtiges philosophisches Argument. Die folgende Darstellung reduziert es bewusst auf eine kurze Zusammenfassung seiner zentralen Kernaussagen. Die Schlagkraft dieses Argumentes wird nur durch seine Einfachheit übertroffen. Im Wesentlichen besteht das Argument aus zwei Prämissen, welche in die Konklusion münden.

Prämisse 1: Alles, was beginnt zu existieren, hat eine Ursache. (Kausalprinzip)
Prämisse 2: Das Universum begann zu existieren.
Konklusion: Das Universum hat eine Ursache.

Prämisse 1: Alles, was beginnt zu existieren, hat eine Ursache

Sehen wir uns zunächst Prämisse 1 an. „Alles, was beginnt zu existieren, hat eine Ursache.“ Denken Sie zunächst selbst etwas über die Implikationen nach, bevor Sie fortfahren zu lesen.
An der Oberfläche scheint diese Prämisse selbstevident zu sein, schließlich spiegelt sie sich in unser aller Leben wider. Der Kaffee fließt nur aus dem Vollautomaten, wenn wir diesen zuvor bedient haben. Die Bedienung des Automaten können wir nur dann vornehmen, wenn wir diesen davor gekauft haben, usw. Solche Kausalketten können nahezu endlos fortgesetzt werden. Gegenargumente lauten jedoch u. a., dass die moderne Physik (insbesondere die Quantenphysik) Prozesse kennt, die scheinbar keine Ursachen haben, dass die Prämisse eine unzulässige Verallgemeinerung aus Alltagsereignissen innerhalb des Universums sei oder dass ein besonderes Plädoyer (special pleading) vorliege, wenn man annimmt, Gott beginne nicht zu existieren. Sehen wir uns diese Einwände der Reihe nach an.

Einwände gegen Prämisse 1

In der Quantenphysik sehen wir Prozesse, die scheinbar keine Ursache haben.

Während sich dieses Argument erstmalig scheinbar belastbar anhört – denn die Forschungen unterstützen diese These tatsächlich –, ist wichtig und entscheidend, wie der Begriff „Nichts“ im jeweiligen Kontext der Metaphysik und der Quantenphysik verwendet wird. Das metaphysische „Nichts“ bezeichnet die Abwesenheit aller Dinge – Raum, Zeit, Materie/Energie und Naturgesetze. Das „Nichts“ der Quantenphysik ist kein solches metaphysisches Nichts, sondern ein Quantenvakuum bzw. grundzustandsnaher Zustand. Eine Gleichsetzung dieser beiden Kategorien wäre also ein Fehler. Außerdem heißt das nicht automatisch, dass Dinge ganz ohne Ursache entstehen, wenn es in der Quantenphysik unvorhersehbare Vorgänge gibt. Vielmehr wird darüber diskutiert, ob und wie „Kausalität“ auf fundamentaler Ebene zu verstehen ist.
Die Prämisse bleibt also plausibel, auch wenn sie nicht absolut beweisbar ist.

Diese Annahme ist nur eine Verallgemeinerung aus Alltagsereignissen, die nur für Dinge innerhalb des Universums gelten.

Es stimmt zwar, dass dies eine induktive Annahme ist. Wichtig ist zu verstehen, dass diese Prämisse aber nicht nur eine bloße induktive Annahme, sondern ebenso ein metaphysisches Prinzip ist, nämlich: Ex nihilo nihil fit – Aus Nichts kommt nichts. Im Alltag wird kaum jemand dieses Prinzip konsequent bestreiten wollen. Sollte Ihnen jedoch einmal jemand begegnen, der den Mut hat, sich gegen dieses Prinzip stellen zu wollen, öffnet diese Person damit die Türe zu einer gänzlich unangenehmen Frage. Nämlich folgender: Warum sehen wir nicht dauerhaft Dinge aus dem Nichts entstehen? Nur weil ich heute meine Wohnung gänzlich leer verlassen habe, gibt es keinen Grund zur Annahme, dass nicht bei meinem Heimkommen ein Elefant in meinem Wohnzimmer stehen sollte, oder ein brandneuer Ferrari, oder doch gleich ein Barren aus massivem Gold? Wir würden kosmische Lotterie spielen, in welcher kein Ausgang gewiss wäre. Jederzeit könnte, während Sie Auto fahren, ein (wie auch immer geartetes) Objekt aus dem buchstäblichen Nichts auftauchen, in welches Sie dann überrascht hineinrasen. Wer diesen Weg beschreiten möchte, muss erklären, warum aus dem buchstäblichen Nichts nicht ständig irgendetwas entsteht. Natürlich ist der Übergang von Alltagskausalität zu metaphysischer Kausalität kein deduktiver Beweis, aber dennoch liefert die Gesamtheit unserer Erfahrungen zusammen mit dem genannten Prinzip eine rationale Stütze der Prämisse.

Wir nähmen an, dass Gott zeitlos ist und damit keine Ursache hat, und erlauben, ihn als Ausrede zu verwenden (special pleading / God of the Gaps).

Unsere Prämisse lautet: „Alles, was beginnt zu existieren, hat eine Ursache.“ Ein zeitloses, notwendiges Sein würde per Definition nicht beginnen zu existieren und fällt daher nicht unter diese Prämisse. Das ist kein willkürlicher Ausnahmetrick, sondern folgt aus der Formulierung der Prämisse selbst. Hier ist es wichtig, zwischen einer Lückenbüßer-Erklärung („Gott erklärt, was wir physikalisch noch nicht wissen“) und einer metaphysischen Erklärung zu unterscheiden, die prinzipiell eine andere Erklärungsebene adressiert.

Prämisse 2: Das Universum begann zu existieren

Nachdem wir die gängigsten Argumente gegen Prämisse 1 angesehen haben, können wir uns nun der Prämisse 2 widmen. „Das Universum begann zu existieren.“ Denken Sie auch hier zunächst selbst etwas über die Implikationen dieser Aussage nach.
Auch diese Prämisse bietet Raum für Diskussion. Zum Beispiel könnte man argumentieren, dass man die Urknall-Theorie (zumindest in der Deutung eines absoluten Anfangs) ablehnt und eines der „unendlichen“ Modelle wie das zyklische oder Ewige-Inflation-Modell für realistischer hält, oder dass Zeit und Materie bereits vor der Singularität des Urknalles existiert haben. Gehen wir auch hier wieder Punkt für Punkt vor.

Hilberts Hotel und die Frage nach der Unendlichkeit

Die „unendlichen“ Modelle sind wahrscheinlicher.

Um diese Aussage angreifen zu können, müssen wir in einen kurzen Exkurs in die theoretische Mathematik und das Konzept von Hilberts Hotel führen. Hilberts Hotel ist ein Gedankenexperiment, welches nach seinem Schöpfer, dem deutschen Mathematiker David Hilbert, benannt ist und veranschaulichen soll, wie kontraintuitiv und philosophisch problematisch tatsächliche Unendlichkeiten wirken können. Das Experiment nimmt ein Hotel mit einer unendlichen Zahl von Zimmern an. Sagen wir, dass dieses Hotel bereits voll ist und ein Gast sich neu an der Rezeption anmelden würde. Der Rezeptionist bittet daher jeden bereits im Hotel anwesenden Gast, eine Zimmernummer weiterzurutschen, damit der neue Gast untergebracht werden kann – und schon haben wir die Unendlichkeit größer gemacht. Aber dabei endet das Gedankenexperiment nicht. Nehmen wir an, dass dieses Mal eine unendliche Anzahl von Gästen an der Rezeption steht. Dieses Mal bittet der Rezeptionist die bereits im Hotel untergebrachten Gäste, in eine Zimmernummer zu gehen, welche der doppelten Nummer ihres aktuellen Zimmers entspricht. Der Gast von Zimmer 1 geht also zu Zimmer 2, der Gast von Zimmer 2 geht zu Zimmer 4, der Gast von Zimmer 3 geht zu Zimmer 6, usw. Somit sind nun alle Räume mit ungeraden Nummern unbelegt, und da nun alle Räume mit ungeraden Nummern frei sind, können die neuen Gäste ihre jeweiligen Zimmer beziehen.
Physikalisch deuten viele Interpretationen des Standardmodells der Kosmologie auf eine Vergangenheit hin, die nicht unendlich ausgedehnt sein kann. Einige Ergebnisse (wie das Borde-Guth-Vilenkin-Theorem unter bestimmten Annahmen) sprechen gegen eine vollständige Unendlichkeit der Vergangenheit.
Insgesamt bleibt die Behauptung einer wirklichen unendlichen Vergangenheit umstritten, philosophisch problematisch und physikalisch ungesichert.

Zeit und Materie haben bereits vor der Singularität des Urknalles existiert.

Diese Annahme verschiebt nur das Problem, statt dieses zu beantworten. Nun stellt sich im Kern nämlich dieselbe Frage, nur in anderer Form. Statt zu sagen: „Was hat den Urknall ausgelöst, damit er in Raum und Zeit resultiert?“, fragen wir jetzt einfach: „Was hat Raum und Zeit geschaffen, damit diese dann bereits vor dem Urknall wirken konnten?“ Es besteht also, unabhängig davon, ob man einen scharfen Anfang annimmt oder ein Modell mit vorgelagerten Phasen bevorzugt, noch immer Erklärungsbedarf.

Was folgt aus dem Kalam-Kosmologischen Argument?

Das alles führt uns in letzter Instanz zu der Konklusion: „Das Universum hat eine Ursache.“

Wenn wir diese Konklusion betrachten, stellt sich zu Recht die Frage: „Und wo ist jetzt der christliche Gott?“ Falls Sie zu diesen Lesern gehören, möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass dieses Argument keines für den Gott der Bibel ist, sondern nur für ein transzendentes Wesen, welches existieren muss. Aber warum „muss“ es ein Wesen sein? Glücklicherweise können wir dies auf Grundlage des bisher Erarbeiteten erschließen.
Wenn es etwas gibt, das Verursacher des Universums ist, so muss diese Ursache raumlos, zeitlos und immateriell sein, da Raum, Zeit und Materie erst mit dem Universum begonnen haben zu existieren. Außerdem liegt nahe, dass diese Ursache unverursacht sein muss (da diese Ursache nicht beginnt zu existieren) und damit notwendig – oder zumindest unabgeleitet – existiert. Damit es das Universum mit all seiner Energie hervorbringen kann, muss diese Ursache unglaublich mächtig (man könnte auch sagen allmächtig) sein.
Obwohl philosophisch umstritten und nicht allgemein akzeptiert, könnte man weitergehend argumentieren, dass diese Ursache ein persönlicher Akteur sein muss, da nur ein persönliches Wesen aus einem zeitlosen Zustand heraus frei eine neue Wirkung setzen kann.
Der Gedanke dahinter ist folgender: Wenn die Ursache des Universums zeitlos ist, kann es vor der Schöpfung keine zeitliche Kette äußerer Bedingungen gegeben haben, die diese Ursache erst in Bewegung setzt. Der Übergang von „kein Universum“ zu „Universum“ scheint daher nicht einfach wie ein physikalischer Prozess innerhalb der Zeit erklärbar zu sein. Ein persönlicher Akteur könnte dagegen frei handeln, ohne selbst durch eine vorherige physikalische Ursache ausgelöst zu werden.
Wir sprechen also von einem raumlosen, zeitlosen, immateriellen, unverursachten (notwendigen), ewigen, allmächtigen (und wie gesagt, man kann den Fall dafür eröffnen: persönlichen) Wesen – man kann argumentieren, dass es vernünftig ist, diese Ursache „Gott“ zu nennen.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist.“
Johannes 1,1–3

Fazit

Das Kalam-Kosmologische Argument beweist nicht in einem einzigen Schritt den gesamten christlichen Glauben. Es zeigt zunächst bescheidener, aber dennoch mit erheblicher philosophischer Kraft, dass das Universum nicht einfach als unbegründete Tatsache stehen bleiben muss. Wenn alles, was beginnt zu existieren, eine Ursache hat, und wenn das Universum begonnen hat zu existieren, dann liegt die Frage nach einer Ursache des Universums auf dem Tisch.

Diese Ursache müsste nicht Teil des Universums sein, sondern der Grund dafür, dass es überhaupt ein Universum gibt. Genau deshalb führt das Argument nicht zu einem Gott als Lückenbüßer für ungelöste physikalische Detailfragen, sondern zu einer metaphysischen Erklärungsebene: raumlos, zeitlos, immateriell, unverursacht, mächtig und – wenn die weiterführende Argumentation trägt – persönlich. Das ist noch nicht die ganze christliche Apologetik, aber ein ernstzunehmender erster Schritt.

Der christliche Glaube setzt hier nicht beim blinden Sprung an, sondern bei einer vernünftigen Frage: Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? Das Kalam-Kosmologische Argument gibt darauf keine erschöpfende Antwort, aber es öffnet eine Tür. Und durch diese Tür fällt bereits mehr Licht, als der Naturalismus oft zugestehen möchte.

Quellen und weiterführende Literatur

Die folgende Auswahl dient der Vertiefung. Sie ersetzt nicht die eigene Prüfung der Argumente, zeigt aber, auf welchen klassischen und modernen Linien die Diskussion um das Kalam-Kosmologische Argument geführt wird. Wo deutsche Titel oder gute deutschsprachige Alternativen vorhanden sind, werden diese ergänzend genannt.

Die folgende Auswahl dient der Vertiefung. Sie ersetzt nicht die eigene Prüfung der Argumente, zeigt aber, auf welchen klassischen und modernen Linien die Diskussion um das Kalam-Kosmologische Argument geführt wird. Wo deutsche Titel oder gute deutschsprachige Alternativen vorhanden sind, werden diese ergänzend genannt.

  • William Lane Craig: The Kalam Cosmological Argument. Wipf & Stock, 2000.
    Deutscher Einstieg: William Lane Craig: „Der kosmologische Kalam-Gottesbeweis“, in: Joachim Bromand / Guido Kreis (Hrsg.): Gottesbeweise – von Anselm bis Gödel. Suhrkamp, Berlin 2011.
    Online auf Deutsch: William Lane Craig: „Das kalam-kosmologische Argument“, verfügbar über die deutschsprachige Reasonable-Faith-Seite.
  • William Lane Craig: Reasonable Faith: Christian Truth and Apologetics. Crossway, 3. Auflage, 2008.
    Hinweis: Eine vollständige deutsche Ausgabe dieses Titels ist nicht gesichert bekannt.
    Gute deutschsprachige Alternativen: William Lane Craig: On Guard – Mit Verstand und Präzision den Glauben verteidigen sowie William Lane Craig: Theo:logisch – Warum der christliche Glaube vernünftig ist.
  • Al-Ghazālī: The Incoherence of the Philosophers. Übersetzt von Michael E. Marmura. Brigham Young University Press, 2000.
    Deutscher Werktitel: Die Inkohärenz der Philosophen; deutsch auch bekannt unter Titeln wie Der Ruin der Philosophen oder Die Widerlegung der Philosophen.
    Hinweis: Die Marmura-Ausgabe ist eine bewährte englische Studienausgabe. Eine gut verfügbare moderne deutsche Standardausgabe ist nicht gesichert bekannt.
  • David Hilbert: Über das Unendliche. Mathematische Annalen 95, 1926.
  • Arvind Borde, Alan H. Guth, Alexander Vilenkin: Inflationary spacetimes are not past-complete. Physical Review Letters 90, 2003.
    Auf Deutsch leider nicht verfügbar: Das Borde-Guth-Vilenkin-Theorem wird in der Fachliteratur überwiegend englischsprachig behandelt.
    Gute deutschsprachige Ergänzung: John Lennox: Hat die Wissenschaft Gott begraben? Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen. Darin werden Naturwissenschaft, Weltanschauung, Urknall, Feinabstimmung und Gottesfrage allgemeinverständlich eingeordnet.

FAQ zum Kalam-Kosmologischen Argument

Was ist das Kalam-Kosmologische Argument?

Das Kalam-Kosmologische Argument ist ein philosophisches Argument für eine Ursache des Universums. Es argumentiert, dass alles, was zu existieren beginnt, eine Ursache hat und dass auch das Universum zu existieren begann.

Beweist das Kalam-Kosmologische Argument direkt den christlichen Gott?

Nein. Das Argument führt zunächst zu einer transzendenten Ursache des Universums. Die Verbindung zum Gott der Bibel muss anschließend durch weitere theologische, biblische und historische Argumente begründet werden.

Was bedeutet „Kalam“?

„Kalam“ stammt aus dem Arabischen und bedeutet unter anderem „Rede“, „Wort“ oder „Diskurs“. Im Zusammenhang mit dem Argument steht es für spekulative Theologie.

Wer hat das Kalam-Argument bekannt gemacht?

In der modernen Debatte ist besonders William Lane Craig mit dem Kalam-kosmologischen Argument verbunden. Historisch wird es häufig mit dem islamischen Theologen al-Ghazālī in Verbindung gebracht.

Ist das Kalam-Argument ein wissenschaftlicher Beweis?

Es ist in erster Linie ein philosophisches Argument. Es berührt wissenschaftliche Fragen zur Kosmologie, ist aber nicht selbst einfach ein naturwissenschaftlicher Laborbeweis.


Weiterführende Beiträge

Das Kalam-Kosmologische Argument ist ein wichtiger Baustein in der philosophischen Apologetik. Wer tiefer einsteigen möchte, findet in den folgenden Beiträgen weitere Argumente, Ergänzungen und Einordnungen zur Frage nach Gott, Kosmos, Ursprung, Zeit, Wissenschaft und Schöpfung.


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